Off-site Arbeit 2016

80% unserer Arbeit findet ausserhalb der Station statt. Wir sind bestrebt, möglichst vielen Tieren auf der Insel Kos zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen. So sterilisieren wir nicht nur Tiere für den Export, sondern auch solche auf der Insel. Die Weibchen, die nicht exportiert werden, können alle mit Hilfe einer kleinen Markierung, welche vom Veterinär am Ohr angebracht wird, als sterilisiert identifiziert werden. Diese im Tierschutz gängige Methode verhindert einen zweiten, unnötigen Eingriff. Wir wenden sie bei Kettenhunden (falls diese sich losreissen) sowie frei streunenden Strassenhunden an.

 

Die einheimische Bevölkerung, mit der wir seit 2001 zusammenarbeiten und die wir sehr zu schätzen gelernt haben, ist bei fast allen GASAH-Tierschutz-Aktivitäten involviert. Das über die Jahre aufgebaute Netz von Kontakten sichert uns verlässliche Unterstützung und Hilfe über das ganze Jahr. Diese Zusammenarbeit liegt uns sehr am Herzen, sie kommt vollumfänglich den Tieren auf Kos zugute.


Etwa 80% der Tiere die wir betreuen, leben ausserhalb von Stepping Stone. Hier sieht man Christine und Holly beim Krallen schneiden. Eine der Krallen war durch die Haut in's Fleisch eingewachsen und hat den Schäfer-Mischling gequält. Viele Tierhalter vergessen die Klauenpflege, vor allem wenn man diese bei langhaarigen Rassen nicht sehen kann.

Isa, unsere neue Freiwillige Helferin, wird sofort eingesetzt und hilft Holly auswärts, das Leiden der Geschöpfe in weit entfernten Ecken der Insel Kos zu lindern.

Mini

Das ist die kleine Mini. Wir haben sie in der Nähe von Kefalos ganz alleine gefunden. Ohne Mutter, ohne Futter, auf einem Hügel ohne Menschen. Als sie nach ein paar Stunden, als wir wieder vorbei fuhren, immer noch alleine war, haben wir eine Kartonschachtel organisiert und sie mitgenommen. Ich wusste, dass in unserem Hotel eine Katzenmama mit fünf Babys war, meine Hoffnung war, dass wir sie mit der Katzenfamilie zusammenführen können. Am nächsten Tag hat dies mit Hilfe einer GASAH-Helferin auch geklappt. Auf diesem Bild ist sie schon einen Tag bei der neuen Familie. Melanie Neuendorf.

Yiannis und Holly befreien einen Strassenhund von Parasiten, so dass sein Leben erträglicher wird.

Hund mit Augeninfektion in Not


Dieses Mal ein Hilferuf von unserem lieben einheimischen Tierfreund für einen Hund mit einer schlimmen Augeninfektion, welche bereits die Pupille dieses Hundes beschädigt hat, der Hund wird wahrscheinlich auf einem Auge blind werden. Wir behandeln vor Ort und zeigen dem Besitzer, wie er die Zecken entfernen kann, da er überhaupt nicht wusste, was zu tun ist. Wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage konnte er sich keine medizinische Behandlung leisten, deshalb haben wir ihm alle notwendigen Medikamente, Parasitenmittel und Erklärungen hinterlassen, damit er seinen Hund selber behandeln kann. Wir werden bald zurückkehren, um zu sehen, wie er zurechtkommt und um seine Tiere für die Kastration abzuholen.

Es tut gut, Videofilme über die schöne Seite der Tierschutzarbeit zu sehen, wie z.B. von Spaziergängen am Strand mit geheilten Tieren - wir alle brauchen solche Momente - aber die hauptsächliche Tierschutzarbeit in dieser Jahreszeit besteht darin, krankheitserregende Parasiten und ungesundes Fell von Tieren in Not zu entfernen und dies unter heissen, schmutzigen, Bedingungen. Hier sieht man GASAH wie so oft bei der Parasitenentfernung, nachdem uns eine Einwohnerin zu Hilfe gerufen hatte; seht wieviele Parasiten der Hund gehabt hat! Dies ist nicht jedermanns Vorstellung von Freiwilligenarbeit, aber die Liebe zu diesen Geschöpfen bedeutet vor allem viel putzen, bleichen, Parasiten entfernen und harte Arbeit vor Ort unter oft heissen, unangenehmen Umständen.

Ein Besuch bei einem Hund, dessen Situation eine Strafanzeige erfordert; wir versuchen verzweifelt, den Besitzer mit Vernunft zu überzeugen, die Haltung zu ändern. 

Wir vom GASAH-Team machen keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Tieren. Wir versuchen, auch das Leben von Schweinen, Kühen etc. zu verbessern.

Hier ist der Kollege des so sehr leidenden Schweins, das erlöst werden musste (siehe GASAH Facebook). Wir versuchen nun, sein Leben zu verbessern. Wir besuchen ihn regelmässig und haben beschlossen, einen besseren Platz für ihn zu finden; wir suchen aber noch einen geeigneten Eigentümer. Auch versuchen wir die Lebensqualität der anderen Schweine, die der Besitzer in Zukunft haben wird, zu verbessern. Die Schweine werden ein besseres Wasserspender-System und Schattenplätze haben. Auf dem Foto sieht man, wie Horace, wie wir ihn nennen, eine Dusche geniesst.


Wir versorgen einen der vielen Kettenhunde, welche GASAH in ihrer Datenbank erfasst hat, die unsere Pflege und halbjährlichen Gesundheitscheck ausserhalb des Geländes benötigen. Hier sieht man einen vernachlässigten Kettenhund, der eine Parasitenbehandlung und einen Gesundheits check up erhält.

Mit unserem Team gingen wir heute zu diesen armen Tieren, die tagtäglich in einem eingegrenzten Bereich leben müssen, ihre eigenen Exkremente als Gesellschaft und ihr Futter, Resten, welche ihnen auf den Boden geworfen wird. Das war zuviel, wir konnten nicht wegschauen, und waren alle der Meinung, dass dies ein schlimmer Fall von Verwahrlosung ist. GASAH hat sich eingeschaltet und arbeitet freundschaftlich mit den Besitzern zusammen, die einverstanden sind, innerhalb einer gesetzten Frist neue Zwinger zu bauen mit dreimal soviel Platz und besserer Ausstattung für die Tiere. GASAH zieht es vor, mit den Besitzern zusammenzuarbeiten, um eine Veränderung zu bewirken und die Sache an der Wurzel  anzugehen.


Touristen haben GASAH kontaktiert, da sie sich Sorgen machten über die Umstände, in denen dieser Jagdhund lebte, und sie waren wirklich schlimm.

 

Der Hund lebte nur im rechten Teil der Anlage, die man hier sieht, Urin und Exkremente überall und angekettet in der Hälfte des Betonbodens, ohne Zugang zu Erde oder Auslauf.

 

Nachdem wir mit dem Besitzer gesprochen hatten, hat er alles weiss angemalt, um kühlere Bedingungen zu schaffen, hat einen Schattenplatz eingerichtet und ein Gleitsystem konstruiert, das dem Hund ermöglicht, 30m entlang des Drahtes zu rennen, was dem Hund viel mehr Freiheit gibt und ihm eine Lebensqualitätssteigerung von 90% bringt. Dies ist so inspirierend, und wir haben einem weiteren armen Geschöpf helfen können, Schatten, mehr Freiheit und eine bessere Lebensqualität zu bekommen. Der Besitzer war wirklich kooperativ und hat sich eigentlich wirklich um seinen Hund gesorgt, es musste ihm nur ein anderer Weg gezeigt werden. Es mag gemäss unseren Massstäben immer noch nicht optimal zu sein, aber es ist ein Riesendurchbruch für diese Gegend und eine immense Verbesserung für die vielen Hunde auf Kos, die angekettet ohne Bewegungsmöglichkeit in ihrem eigenen Kot und Urin liegen, wie auch dieser Hund ursprünglich an einer 1m langen Kette in einem Käfig! Vielen Dank den Touristen, die uns diesbezüglich kontaktiert haben. Dies ist wohl der schwierigste Schritt, das Problem an der Wurzel anzupacken, anstatt es einfach zu entfernen. Wir wissen aber, dass dies langfristig die beste Lösung ist, mit den Einheimischen zusammen zu arbeiten.

 

Hätten wir den Hund weggenommen, wäre er sicher innert kürzester Frist mit einem neuen Hund ersetzt worden. Ja, jetzt würden wir sicherlich in der Taverne mit unseren Freiwilligen speisen, das Essen ist vorzüglich und wir sind nun gerne Gäste beim Besitzer.